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Feldhase (Lepus europaeus)

Kreisjagdverband Noerdlingen 13

Allgemein

  • Länge: bis zu 65 cm
  • Gewicht: bis zu 5,5 kg
  • Gebiss: 28 Zähne - besitzen ein zweites Schneidezahnpaar, die so genannten Stiftzähne
  • Zuordnung: Familie der Hasenartigen

 

  • Unterliegt dem Jagdrecht
  • Unterscheidung vom Wildkaninchen: durch die langen Löffel mit schwarzer Spitze, dem hochläufigen Körperbau sowie von hinten an der bei Flucht verdeckten Blume gut zu differenzieren
  • erreichen über kurze Distanz Geschwindigkeiten bis zu 70 km pro Stunde und springen bis zu 2 m hoch
  • können gut schwimmen
  • überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, vor allem am Anfang der Fortpflanzungszeit im Spätwinter
  • im Frühjahr aber auch tagaktiv
  • sind außerhalb der Paarungszeit Einzelgänger und ruhen am Tag in flachen, meist gut gedeckten Mulden
  • Bei Gefahr „drücken“ sie sich bewegungslos an den Boden und ergreifen erst im letzten Moment die Flucht
  • Männliches Tier: Rammler (nicht beteiligt an der Jungenaufzucht)
  • Weibliches Tier: Häsin
  • Jungtier: Junghasen sind Nestflüchter und werden nur zwei- bis dreimal pro Tag während der Säugezeit von der Häsin besucht
    - durch die Tarnfärbung, die geringe Witterung und die angeborene Fähigkeit, sich bei Gefahr regungslos zu drücken, sind sie vor Feinden einigermaßen geschützt
    - nach Ablauf der Säugezeit sind die Hasen selbstständig
  • Säugezeit: ca. 35 Tage
  • Geschlechtsreife: mit 9 Monaten, mit 10 Monaten ausgewachsen
  • Rammelzeit: Januar - August
  • Tragezeit: ca. 42 Tage
  • 2 – 4 beharrte, sehende, ca. 130 g schwere Junge an verschiedenen geschützten Stellen geworfen
  • Ausgewachsen: erkennt man am Fehlen des Strohschen Zeichens, einer knotenartigen Verdickung an der Außenseite des Vorderlaufs etwas oberhalb der Fußwurzel
  • Dem Alter entsprechend werden Hasen als Quarthase (ein bis zwei Monate), Halbhase (zwei bis drei Monate), Dreiläufer (drei bis vier Monate) und Junghase (vier bis neun Monate) bezeichnet.
  • Feinde: Fuchs, Dachs, Marder, Wiesel, Iltis, Habicht, Eule, Krähe, streunende Hunde und Katzen
Kreisjagdverband Noerdlingen 14

Lebensraum

  • Die intensive Landwirtschaftsnutzung, Einsatz von Bioziden und der Straßenverkehr setzen den Feldhasen stark zu
  • Es überleben nur 25 % des Besatzes ihr erstes Lebensjahr

Nahrung

  • ausschließlich pflanzlich: grüne Pflanzenteile, Knollen, Wurzeln und Getreide sowie vor allem im Winter die Rinde junger Bäume
  • Blinddarmlosung (Neben der eigentlichen Losung, die als ca. 14 mm große, harte, hellgraue/hellbraune Kugeln mit sichtbarem Rohfaseranteil ausgeschieden werden)
  • die weiche, Vitamin-, Bakterien- und Spurenelemente-reiche Losung wird im Blinddarm produziert und vom Hasen wieder aufgenommen und verschluckt
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