logo

Baummarder (Martes martes)

Kreisjagdverband Noerdlingen Wildtiere 1

Allgemein

  • Länge: 40 – 50 cm
  • Schulterhöhe: bis zu 15 cm
  • Gewicht: bis zu 2 kg
  • Gebiss: 38 Zähne
  • Zuordnung: Familie der Marderartigen (Mustelidae), Gruppe der echten Marder

 

  • Unterliegt dem Jagdrecht
  • Etwas kleiner als der Steinmarder- sind im stärkeren Ausmaß als andere Vertreter der Echten Marder Baumbewohner
  • können sehr gut klettern und springen, wobei sie bis zu vier Meter überwinden können
  • Beim Klettern sind sie in der Lage, ihre Füße um 180 Grad zu drehen
  • Einzelgänger außer während der Ranzzeit
  • Als Unterscheidungsmerkmale gegenüber dem Steinmarder dienen der rundlich geformte gelbliche Kehlfleck, die größeren Ohren, der schwarze Nasenschwamm sowie beim Schädelknochen die Auswölbung des letzten Molaren im Oberkiefer
  • Der Schwanz ist relativ lang und buschig, er dient als Gleichgewichtsorgan beim Klettern und Springen
  • Das Trittsiegel unterscheidet sich durch einen nicht sehr sichtbaren Ballenabdruck, da seine Branten viel stärker behaart sind
  • Sinne sind hervorragend ausgebildet
  • benutzt in regelmäßigen Zeitabständen immer wieder die gleichen Pässe und legt nachts beachtliche Strecken zurück – bewegt sich nicht nur hauptsächlich in Baumkronen
  • Seine Losung riecht stark nach Moschus und wird mit Vorliebe auf Erhöhungen abgesetzt
  • Männliches Tier: Rüde
  • Weibliches Tier: Fähe
  • Geschlechtsreife: 18 - 24 Monaten.
  • Ranzzeit: Juli – August
  • Tragzeit: ca. 9 Monate dick (einschließlich der “Eiruhe“)
  • bringt zwischen März und April 2 - 4 fast nackte ca. 30 g schwere Junge zur Welt
  • öffnen ihre Augen nach 34–38 Tagen
  • Säugezeit: ca. 8 Wochen
Kreisjagdverband Noerdlingen Wildtiere 9

Lebensraum

  • bewohnt häufig hohle Bäume, alte Vogelnester, Eichhörnchenkobel oder Spechthöhlen
  • als Kulturflüchter sehr abhängig von großen ruhigen Waldbeständen, daher gebietsweise gefährdet
  • legen in ihrem Revier einige Nester an, vorrangig in Baumhöhlen, manchmal aber auch in verlassenen Eichhörnchen Kobeln oder Greifvogelnestern
  • in diese Ruheplätze ziehen sie sich tagsüber zurück; in der Dämmerung und der Nacht begeben sie sich auf Nahrungssuche

Revier

  • sind territoriale Tiere, die ihr Revier mit dem Sekret ihrer Anal- und Abdominaldrüsen markieren
  • Gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen verteidigen sie ihre Reviergrenzen
  • das Territorium eines Rüden kann sich aber mit dem mehrerer Fähen überlappen
  • Reviergröße ist sehr variabel
  • die der Rüden ist aber stets größer als die der Fähen

Nahrung

  • Beute ist alles, was er bezwingen kann: Hase, Kaninchen, Eichhörnchen, Vögel und deren Gelege, Mäuse und Ratten
  • großer Anteil seiner Nahrung besteht auch aus Obst, Beeren und Aas
  • Da er das Gehirn besonders schätzt, findet man bei einem Marderriss häufig das Beutetier ohne Kopf, den er mit einem glatten Biss abtrennt, um ihn in einem ruhigen Versteck verzehren zu können
We use cookies

We use cookies on our website. Some of them are essential for the operation of the site, while others help us to improve this site and the user experience (tracking cookies). You can decide for yourself whether you want to allow cookies or not. Please note that if you reject them, you may not be able to use all the functionalities of the site.